Leonhard Posch

Leonhard Posch, Berlin, 1815; Selbstporträt, Relief; Berlin, Münzkabinett, Inv.-Nr.? – Deutsch 1961, Abb. 472 – MIT 1991: Nr. 70 – Spat 1991, S. 4954 - Forschler-Tarrasch 2002, Frontispiz, Nr. ?
Leonhard Posch (1750 Finsing, Gemeinde Uderns/Zillertal - Berlin 1831) wurde als 16-Jähriger in Salzburg Schüler des Hofbildhauers Johann Baptist Hagenauer und freundete sich während dieser Zeit mit Mozart an.
Da sich in Salzburg unter Erzbischof Hieronymus Colloredo (reg. 1772 - 1782) die Verhältnisse nicht nur für die Musik, sondern allgemein für die Kunst verschlechterten, übersiedelten der Hofbildhauer Hagenauer und sein nunmehriger Geselle Posch 1774 nach Wien.
Nach Aufenthalten in Italien, Berlin und Paris ließ sich Posch 1814 endgültig in Berlin nieder. Er war zu dieser Zeit bereits international anerkannt. Posch schuf zahllose Porträtmedaillons der bedeutendsten Persönlichkeiten, u.a. von Kaiser Napoleon (1814), Johann Wolfgang von Goethe (1827) oder Alexander von Humboldt (1828).
In der Mozart-Bildbiographie haben seine beiden Reliefs aus den Jahren 1788 (rotes Wachsrelief) und 1789 (Gipsrelief) wegen ihrer Authentizität eine zentrale Bedeutung.
Mit seinem Gipsrelief schuf der Tiroler Leonhard Posch das in der Folge meistkopierte Mozart-Bildnis überhaupt.